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29.03.2010
Husten kann viele Ursachen haben
Bellend, krächzend oder keuchend – Husten tritt vielseitig auf. Meist hört er sich jedoch schlimmer an, als er ist. Häufig ist Husten nur ein lästiges Begleitsymptom einer Erkältung. Anhaltender Husten sollte jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Husten ist in erster Linie ein Reflex des Körpers, um Dinge aus den Atemwegen zu befördern. Etwa Brotkrümel aus der Luftröhre oder Autoabgase aus der Lunge. Husten ist aber auch ein häufiges Krankheitszeichen.
Häufigste Ursache sind Erkältungen aufgrund einer Virusinfektion. Dauert der Husten länger als drei bis vier Wochen, spricht man von einem chronischen Husten. In vielen Fällen handelt es sich dabei um „Raucherhusten“. Aber auch Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder der Speiseröhre, Allergien, Herzschwäche oder die Einnahme bestimmter Medikamente können Gründe sein.
Darauf sollten Sie achten
Akuter Husten im Zusammenhang mit einer Erkältung heilt in den meisten Fällen von alleine wieder ab. Sie sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn der Husten mit Atemnot einhergeht, wenn Sie Schmerzen beim Atmen haben und das ausgehustete Sekret grün-gelb verfärbt oder blutig ist. Auch Husten, der über mehrere Wochen anhält, sollte unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Folgende Fragen sollten Sie bei einem Arztbesuch beantworten können:
Wie lange dauert der Husten schon?
Wird der Husten von anderen Symptomen begleitet wie Halsschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen oder Schnupfen?
Ist der Husten trocken und bellend (unproduktiver Husten) oder wird Schleim abgehustet (produktiver Husten)?
Wann tritt der Husten auf? Eher nachts, morgens oder überwiegend bei körperlicher Anstrengung?
Das können Sie selbst gegen Husten tun
Hustenbeschwerden, die im Rahmen einer Erkältung auftreten, können Sie selbst mit einigen einfachen Hausmitteln lindern:
Trinken Sie viel, mindestens zwei Liter pro Tag – am besten Tee, verdünnte Fruchtsäfte oder Wasser.
Bei nächtlichem Reizhusten kann es helfen, das Kopfende des Bettes etwas höher zu stellen oder ein zusätzliches Kissen unter den Kopf zu legen.
Eine verstopfte Nase fördert den Hustenreiz. Dagegen nützen abschwellende Nasensprays. Diese Präparate sollten Sie jedoch nicht länger als fünf bis sieben Tage anwenden. Einen ähnlichen Effekt haben Spülungen der Nasenräume mit einer Salzlösung.
Sorgen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit in den Räumen, in denen Sie sich aufhalten – zum Beispiel, indem Sie feuchte Handtücher aufhängen.
Wärme tut gut: Bestrahlen Sie Ihre Brust mit Rotlicht, machen Sie warme Brustwickel oder inhalieren Sie heissen Wasserdampf.
Verschiedene Hustenmittel sind rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Lassen Sie sich beraten, welches Mittel für Ihre Beschwerden am besten geeignet ist.
Auch viele pflanzliche Heilmittel wie Eukalyptus, Thymian, Efeu, Primel, Isländisch Moos oder Myrtol wirken schleimlösend und hustenlindernd. Diese sind in verschiedenen Zubereitungsformen erhältlich – zum Inhalieren, als Tee, Lutschpastillen, Saft, Salben oder als Badezusatz.
Rauchen Sie so wenig wie möglich oder hören Sie gleich ganz damit auf. Denn Rauchen macht die Schleimhäute anfälliger für Infektionen und führt zu krankhaften Veränderungen von Lunge und Bronchialsystem.
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